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Problemchen – Problemchen überall Problemchen {Technisches}

Eine Woche nach dem offiziellen Umzug auf geschesanten.com gibt es immer noch ein paar technische …Herausforderungen.

Zum Beispiel funktioniert der RSS-Feed nicht auf der neuen Seite, was u.a. zur Folge hat, dass die der Blog nicht über Feed Reader wie Bloglovin oder Feedly abonniert werden kann.

Habe mich deshalb dazu entschieden in der folgenden Woche keine neuen Beiträge zu posten und mich stattdessen auf die Reparatur zu konzentrieren, damit danach hoffentlich alles flüssig läuft.

Während ich also meine html/CSS/FTP- Kenntnisse ausbaue kann es immer mal wieder dazu kommen, dass die Seite „down“ ist.

Bis bald und viele Grüße,

Gesche

Künstler auf der Couch Teil 3 – Ich bin nicht cool. Du bist nicht cool. Ist das nicht cool?

Ich bin nicht cool, werde wohl niemals cool sein.

Künstler auf der Couch  Teil 3– Ich bin nicht  cool. Du bist nicht cool. Ist das nicht cool?

Am Puls der Zeit? Hipp und lässig? Nicht ich. Diese Erkenntnis hatte ich unlängst als ich eine Postkarte betrachtete. Auf ihr war ein Kaninchen zu sehen. Mit einen Norweger-Pulli und Hipster-Hornbrille. Und so süß und eben auch „cool“ ich diese Karte fand, schlug mir beim Betrachten auch ins Gesicht, dass ich das nicht bin und nie sein werden.

Nicht, dass ich bisher zwanghaft versuchte cool oder „in“ zu sein. Meine Chancen waren wohl schon immer eher schlecht.

In der Grundschule sagte ich mal laut „ Kelly Family? Kenne ich nicht, wer ist das?“

Für meine jüngeren Leser: Mitte der 90er kam dies einem sozialen Selbstmord gleich. Uuups.

Fake it, till you make it

In späteren Jahren fuhr ich dann die seit Jahrtausenden von Teenagern geliebte Strategie, Gleichgültigkeit bezüglich meiner Coolness zu heucheln und damit indirekt Coolness-Punkte zu sammeln. Indifferenz als Währung.

Das Gute daran war, das tatsächlich meine zunächst gespielte Ich-bin-halt-anders-na-und-?-Einstellung langsam aber sicher auf mich abfärbte. „Fake it, till you make it“ funktioniert tatsächlich.

(An dieser Stelle ist anzumerken, dass ich eine solide Portion Selbstbewusstsein und Unterstützung von meiner Familie und Freunden erhielt, einem kleinen aber feinen Haufen außergewöhnlicher Menschen.)

„Cool“ ist immer ein Attribut, was einem vom Außen aufgesetzt wird; und Anerkennung von Außen fühlt sich zwar gut an, ist aber nicht annähernd so wichtig, wie Anerkennung von Innen. (*uuuh Tiefsinn*)

Wie die meisten Menschen, muss ich mich aber immer wieder daran erinnern, dass ich „Ich“ bin, und dass das auch gut so ist. Dass ich und andere auch anders sein dürfen, als dass was man/wir erwarten.

Ich hatte keinesfalls ein Moment der Erleuchtung und bin jetzt für immer geheilt von dem Bedürfnis auf andere Menschen cool, en vogue, in (intelligent, lustig und uuuunglaublich redegewandt) zu wirken.

Es hilft aber, sich immer wieder bewusst zu machen

Die Meinung anderer Leute ist gut für andere Leute.

Die Meinung anderer Leute ist gut für andere Leute.

Oder, wie Amy Poehler es in ihrem Buch Yes please ausdrückt „ Great for you, not for me“.

Cool zu sein in den Augen anderer Leute ist außerdem eine total sinnlose Angelegenheit, denn der Trend, die Stimmung, die gesellschaftlichen Dos und Don’ts ändern sich ständig.

Eine der Lebensweisheiten, die meine Mutter mir (und jedem, der es hören wollte) mit auf den Weg gegeben hat lautet:

„10 Jahre zurück ist wie 15 Jahre voraus.“

 

Lebensweisheit: 10 Jahre zurück ist wie 15 Jahre voraus.

Es ist wehrt wiederholt zu werden „10 Jahre zurück ist wie 15 Jahre voraus“.

Nehmen wir meinen Vater zum Beispiel. Er rockt seit Mitte der 80er den Vollbart kombiniert mit Hosenträgern, Holzfällerhemden und einem Assortiment aus Hüten (Filz, Stroh, Leder, Fell). In den 2000er wirkte er vielleicht wie eine Zeitkapsel aus einer Ära, in der die Grünen noch eine junge Partei waren und nicht das Klima, sondern die Bäume starben.

Doch hinkte er wirklich der Mode hinterher, oder war er dem Trend einfach 10 Jahre voraus?

Denn heute könnte man ihn in einer Hipster-Ecke in Brooklyn aussetzen und er würde unter all den Fedora-tragenden Bärten mit Hosenträgern nicht auffallen. Zu einem regional produzierten Bier mit Bio-Siegel sagt er übrigens auch nicht nein.

Dieselbe Entwicklung gilt auch für Kompostieren, Stricken, für Röhrenjeans, Schlagjeans, Bauchnabelfreie Teenager und vieles mehr.

 

Und die Moral von der Geschichte?

Coolness ist eine launische und unbeständige Angelegenheit. Sie kommt und geht in Wellen.

Deshalb kannst du also auch gleich du selbst sein. Alles andere ist Zeitverschwendung.

Außerdem verzage nicht, wenn dein Lieblings-Jeansschnitt nirgendwo zu finden ist…gibt der Modeindustrie einfach noch 10 Jahre.