Time to eat green – Nature Podcast vom 13.11.2014

Podcasts sind ein fester Teil meines Lebens. Ob beim Putzen, Malen oder Reisen. Ob inspirierend, informativ oder unterhaltsam.

Man kann ein breites Themen-Spektrum abdecken. Ich stelle mir gerne eine personalisierte Liste zusammen mit einer Mischung Umwelt, Naturschutz und -politik, Kreativität und inspirierende Interviews.

 

Der Nature Podcast gehört auf jeden Fall zur informativen Sorte Podcast. Jede Sendung beschäftigt sich mit Artikeln aus der aktuellen Nature-Ausgabe . Es werden meistens die Forscher hinter den Artikeln interviewt und durch Kommentare und Analysen von Journalisten ergänzt.

http://www.nature.com/common/swf/podcast_player/nature_podcastplayer.swf

Die Folge von 13. November 2014 war besonders interessant. Unter der Überschrift „Time to eat green” wird David Tilmann interviewt. In seiner Studie untersucht er die Auswirkungen der globalen „Verwestlichung“ der Ernährung, also der Konsum von immer mehr tierischen Produkten und immer weniger Obst und Gemüse, auf Umwelt und Gesundheit

Die Erkenntnisse lassen sich so zusammenfassen:

Fleischessend geht die Welt zugrunde, die Frage ist nur ob wir erst an Zivilisationskrankheiten oder an den Folgen von Klimawandel und zerstörten Ökosystemen sterben. Laut seiner Prognose würde der aktuelle Ernährungstrend dafür sorgen, dass bis 2050 die globalen Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft um circa 80 Prozent zunehmen werden.

Auch er fand wieder die Zauberformel: Je weniger Fleisch und andere tierischen Produkte konsumiert werden, je mehr Vorteile hat das für die Umwelt und das Klima.

Wobei eine rein vegetarische Ernährung deutlich umweltfreundlicher ist, im Vergleich zur mediterranen oder pescetarischen Ernährung, nicht nur wegen des reduzierten Traubhausgas-Ausstoßes, sondern vor allem auch wegen des stark reduzierten Flächenverbrauchs.

„The greatest environmental advantage comes from a vegetarian diet“, David Tilmann.

Die Erkenntnisse der Studie sind an sich nichts Neues, aber zum ersten Mal wurde diese große Menge an globalen Daten gesammelt. Es liegen jetzt also konkrete Zahlen vor, die zeigen, dass eine massive Reduktion des Konsums tierischer Produkte ein bedeutender Weg ist um die massiven Umwelt-, Klima- und auch Gesellschafts-Probleme dieser Welt zu lösen.

Die Forscher selbst fordern natürlich nicht zu einer Vegan-Vegetarischen Revolution auf, aber für den eigenen Argumentations-Werkzeugkasten ist es immer gut auf unabhängige Forschung als Quelle verweisen zu können.

In diesem Sinne frohes Hören.

Gesche

 

 

Cowspiracy Podcast-Tipp + Extra zur Darstellung von Frauen in der Werbung

Cowspiracy podcast tip

Als Extra für die Ohren, diesen Podcast, der es schafft zwei meiner Lieblingsthemen zu verbinden: Zunächst eine Besprechung der Doku Cowspiracy und im Anschluss ein Interview mit Medien-Analystin Jean Kilbourne über die Darstellung von Frauen in der Werbung. (Achtung, wer ein Problem mit Fluchen oder kanadischen Akzent hat, sollte den nicht hören)

Hier der Podcast:

http://escapevelocityradio.com/episodes/detail/episode-22-jean-kilbourne-on-women-in-advertising-and-rape-culture-cowspira

Hier ein kurzer Eindruck von Jean Kilbournes Arbeit: